Für unseren Institutsstandort Freiburg vergeben wir in der Abteilung Systemlösungen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Bachelor-/ Masterarbeit: Zeitaufgelöste Untersuchung der Frühphase von Hypervelocity Einschlägen in Gestein

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI, in Freiburg mit seinen 300 Mitarbeitenden bietet engagierten Menschen anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben mit Verantwortung sowie viel Gestaltungsspielraum. Im Auftrag unserer Kunden aus den verschiedensten Bereichen von Wirtschaft und Staat wenden wir neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung interdisziplinär auf konkrete Projekte an. Die Anwendungen liegen in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Raumfahrt, Automotive und Luftfahrt.

Hintergrund:
Bei der Kollision von Objekten im Weltraum treten oft enorme Relativgeschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Sekunde auf. In der Frühphase einer solchen Hypervelocity Kollision kommt es an der Grenzfläche der Objekte zu einem als Jetting bekannten Phänomen, bei welchem unter sehr flachem Winkel Material mit extrem hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird. Dieser Effekt wurde bereits vielfach theoretisch beschrieben und seine Bedeutung unter anderem für die Planetenbildung sowie die Entstehung des Mondes diskutiert. Dennoch fehlt es bisher an umfassenden und quantitativen experimentellen Erkenntnissen zu seiner Charakterisierung.

Aufgabenstellung:
Das Fraunhofer Ernst-Mach-Institut betreibt Leichtgas-Beschleunigeranlagen, mit denen Hypervelocity Einschläge von mehreren Kilometern pro Sekunde im Labor realisiert werden können. Anhand entsprechender Experimente soll der Effekt des Jettings mit Hilfe von zeitaufgelösten Messmethoden qualitativ wie quantitativ charakterisiert werden. Dazu sollen Hochgeschwindigkeitskameras sowie zeitlich aufgelöste spektroskopische Methoden zum Einsatz kommen, um die zeitliche wie räumliche Evolution des Phänomens aufzunehmen. Die resultierenden Daten werden im Anschluss durch moderne Bildverarbeitungsalgorithmen ausgewertet und in ein Modell überführt, welches das Phänomen umfassend beschreibt.

Was Sie mitbringen

  • Ein Studium der Physik, der Geowissenschaften oder einer vergleichbaren Ingenieur- oder Naturwissenschaft.
  • Interesse an experimentellen und numerischen Arbeiten im Bereich der geophysikalischen Grundlagenforschung.
  • Idealerweise Erfahrung in der Programmierung zur bildgestützten Datenauswertung (MATLAB, OpenCV oder ähnliches).
  • Gute Studienleistungen, hohe Leistungsbereitschaft und wissenschaftliche Neugier.

Was Sie erwarten können

  • Eine enge Betreuung und Einarbeitung bei gleichzeitig großen Freiräumen für die inhaltliche Gestaltung und Umsetzung Ihrer Arbeit.
  • Die Arbeit in einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Bereichen.
  • Eine vielfältige und abwechslungsreiche Tätigkeit in aktuellen Themenfeld der Impaktphysik in exzellenter Forschungsumgebung.

Die Vergütung richtet sich nach der Gesamtbetriebsvereinbarung zur Beschäftigung der Hilfskräfte.
Die Stelle ist zeitlich befristet.
Wir weisen darauf hin, dass die gewählte Berufsbezeichnung auch das dritte Geschlecht miteinbezieht.
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt Wert auf eine geschlechtsunabhängige berufliche Gleichstellung.

Fraunhofer ist die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Unsere Forschungsfelder richten sich nach den Bedürfnissen der Menschen: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt. Wir sind kreativ, wir gestalten Technik, wir entwerfen Produkte, wir verbessern Verfahren, wir eröffnen neue Wege.

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik
ERNST-MACH-INSTITUT
Verwaltungsleitung
Eckerstraße 4
79104 Freiburg
www.emi.fraunhofer.de

Kennziffer: EMI-2018-16 Bewerbungsfrist:
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