Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ist das größte Solarforschungsinstitut Europas. Mit unseren derzeit rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreiben wir anwendungsorientierte Forschung für die technische Nutzung der Solarenergie und entwickeln Materialien, Systeme und Verfahren für eine nachhaltige Energieversorgung.

Für unsere Abteilung „Qualitätssicherung, Charakterisierung und Simulation“ suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Mitarbeiter/in zur Erstellung einer
Bachelor-/Master-/Diplomarbeit zum Thema Evaluation schneller Verfahren zur Detektion und Bewertung von Hot Spots in Silicium-Solarzellen

Was Sie erwartet
Fällt im Herbst bspw. ein Blatt auf ein Solarmodul und verschattet es an dieser Stelle, wird die Leistung des übrigen Moduls dort verbraucht. In der Folge wird es dort sehr heiß - ein Hot Spot bildet sich. Die Hot Spots können zu einer irreversiblen Schädigung der Modulmaterialien führen. Daher ist es wünschenswert, schädliche Solarzellen bereits in der kontinuierlich laufenden Produktion mittels Inlinemesstechnik erkennen zu können. Dazu werden Wärmebildkameras eingesetzt. Herausforderung dabei ist es, aus Kurzzeitmessungen (~ 100 ms) die durch Langzeitmessungen (~ 1 min) an einzelnen Zellen vor der Verschaltung der Zellen zum Modul bestimmbaren Gleichgewichtstemperaturen des künfigen Moduls vorherzusagen.Am Fraunhofer ISE werden dazu zwei auf Thermographie basierende Verfahren entwickelt. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Methoden an Solarzellen in statistisch relevantem Umfang zu testen und, falls nötig, zu optimieren. Die Daten sollen u.a. an zwei Thermographie-Messsystemen im automatisierten Solarzellentester am Fraunhofer ISE erhoben werden. Weiterhin sollen nach der Vorcharakterisierung interessante Solarzellen zur Weiterverarbeitung zu Minimodulen gegeben werden. An den Minimodulen werden die Vorhersagen bezüglich der Gleichgewichtstemperatur validiert. Dazu müssen die den Methoden zugrundeliegenden numerischen Simulationen zunächst auf den Modulverbund übertragen werden. Durch Extrembelastung der Minimodule soll abschließend die kritische Temperatur bestimmt werden.

Ihre Aufgaben sind:
  • Erhebung und Aufbereitung von Thermographiedaten aus Kurz- und Langzeitmessungen
  • Anwendung, Test und eventuelle Optimierung der Algorithmen zur Vorhersage der Gleichgewichtstemperatur aus den Kurzzeitmessungen
  • Identifizierung geeigneter Solarzellen für den Modulbau
  • Simulation und Messung des Temperaturverhaltens im Modul
  • Bestimmung der kritischen Modultemperatur

Was Sie mitbringen

  • Studium der Physik, Mikrosystemtechnik, Elektrotechnik oder vergleichbar
  • Kenntnisse in Halbleiterphysik und -technologie sowie in Messtechnik und Charakterisierung wünschenswert
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Programmierkenntnisse (z.B. Python)
  • MS Office-Kenntnisse
  • Kenntnisse der numerischen Simulationsprogramme (z.B. Comsol) von Vorteil
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • sehr gute Deutschkenntnisse

Fragen zu dieser Position beantwortet gerne
Rebekka Eberle, Tel.: +49 (0)761 45 88-55 88

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer an:
rebekka.eberle@ise.fraunhofer.de
(Anschreiben, CV und Zeugnisse in einem pdf-Dokument mit max. 10 MB)

Kennziffer: ISE-2018-348 Bewerbungsfrist:
counter-image