Die Herstellung von Biopharmazeutika Ist Ihr Thema?  Wir bei Fraunhofer bieten Ihnen zum nächstmöglichen Termin eine spannende Tätigkeit im Bereich Zelllinienentwicklung des Fraunhofer ITEM braunschweig als
Doktorandin / Doktorand

Das Fraunhofer ITEM bietet seit über 30 Jahren erfolgreich Auftragsforschung rund um die Gesundheit des Menschen an. Einen Schwerpunkt bildet die Atemwegsforschung. Die am Institut vorhandene Expertise ist in acht Bereiche gebündelt: Toxikologische Prüfung; Präklinische Pharmakologie; Frühe klinische Prüfung; Registrierung und Risikobewertung; Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutz; Herstellung von Biopharmaka für die klinische Forschung; Translationale Medizintechnik; und personalisierte Tumortherapie. Unser breites Spektrum an Kompetenzen ermöglicht es uns, Komplettlösungen anzubieten – von der Idee bis hin zum sicheren Produkt.

Der Bereich "Pharmazeutische Biotechnologie"  forscht auf dem Gebiet der Bioprozessentwicklung und GMP-Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen. Seit 20 Jahren besteht die Erlaubnis gem. §13 AMG zur Herstellung von Biopharmazeutika.

Was Sie mitbringen

Sie verfügen zum Stellenantritt über ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Biologie oder eines vergleichbaren Studienganges. Wünschenswert sind erste praktische Erfahrungen im Bereich der Molekularbiologie und Zellkultur. Sie bringen eine hohe Bereitschaft zur interdisziplinären Arbeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen unterschiedlicher Abteilungen und Institute mit. Sie verfügen über die Fähigkeit sich eigenständig schnell in neue Themen einzuarbeiten sowie selbstständig Projektarbeiten durchzuführen. Ein hohes, durch Identifikation mit der Aufgabenstellung getragenes Engagement, sowie zeitliche Flexibilität und die Fähigkeit zum Arbeiten im Team setzen wir voraus.

Was Sie erwarten können

Die Chinese Hamster Ovary (CHO-) Zelle ist das bevorzugte Expressionssystem zur Herstellung von rekombinanten monoklonalen Antikörpern (mAbs). Diese Zelllinie ist vergleichsweise einfach zu kultivieren, sie ist sicher und robust bei gleichzeitig hoher Produktivität. CHO-Zellen besitzen jedoch auch ungewollte Eigenschaften, wie Genominstabilitäten und epigenetisches Silencing des Transgens.

Da diese Nachteile die Herstellung von mAbs qualitativ und quantitativ stark beeinflussen, gab es in den letzten Jahren unterschiedliche Ansätze zur Reduzierung dieser Beeinträchtigungen. Ein Beispiel ist die Entwicklung von speziellen Expressionsplasmiden mit induzierbaren Promotoren und/oder die Verwendung von epigenetischen Modulatoren zur Steigerung und Verlängerung der Transgenexpression.
Weitere Studien untersuchten die Manipulation zellulärer Stoffwechselwege (cell engineering) zur Einführung einer Stressresistenz, sowie Verbesserung der zellulären Viabilität und des Glycosylierungsmusters.

Trotz einer Vielzahl an Forschungserkenntnissen bleibt die klonale Variabilität und Instabilität ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor bei der Entwicklung von CHO-Produktionszelllinien, insbesondere bei Produktionen im großen Maßstab. Die Translation wurde in vielen Studien als Nadelöhr der Herstellung rekombinanter Proteine identifiziert. Darauf basierend soll Ihre Doktorarbeit am Fraunhofer ITEM zum besseren Verständnis dieser Expressionsphase in CHO-Zellen beitragen.

Zu Beginn Ihrer Arbeit werden Sie sich mit den benötigten molekular-/zellbiologischen und analytischen Methoden vertraut machen bzw. diese etablieren. Im Anschluss sollen unterschiedliche translationale Modifikationen (leader-Sequenzen, codon usage, mRNA secondary structure, SINEUP long coding RNA) in CHO-Zellen vorgenommen werden, um die Expression bzw. Translation zu optimieren. Zur Verbesserung der Vorhersagbarkeit der einzelnen Einflussgrößen kommen zusätzlich Bioinformatik-Tools zum Einsatz. Abschließend ist eine Überführung der gewonnenen Erkenntnisse in die Auftrags-Zelllinienentwicklung des Fraunhofer ITEM vorgesehen.

Wir bieten:

• Abwechslungsreiche Aufgaben
• Ein spannendes und herausforderndes Arbeitsfeld
• Tarifgebundene Vergütung
• Moderne Infrastruktur
• Arbeiten in einem interdisziplinären Team in einem GMP regulierten Umfeld
Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen richten sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine längerfristige Beschäftigung wird angestrebt.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden
Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Fraunhofer ist die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Unsere Forschungsfelder richten sich nach den Bedürfnissen der Menschen: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt. Wir sind kreativ, wir gestalten Technik, wir entwerfen Produkte, wir verbessern Verfahren, wir eröffnen neue Wege.

Fragen zu dieser Position beantwortet Ihnen gerne:

Herr Dr. rer.nat. Markus Heine
Tel:x0531-6181-6307

Kennziffer: ITEM-2019-5 Bewerbungsfrist: 28.02.2019
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