Das Fraunhofer ISC, Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL in Bayreuth, bietet ab sofort
Abschlussarbeit "Material- und Prozessentwicklung für die schlickerbasierte additive Fertigung von technischer Keramik"

Das Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau HTL in Bayreuth führt anwendungsnahe F&E an Werkstoffen durch, die bei hohen Temperaturen eingesetzt bzw. hergestellt werden. Schwerpunkt ist die Verbesserung der
Energieeffizienz von Wärmebehandlungsprozessen.

Technische Keramiken besitzen ein einzigartiges Eigenschaftsprofil, welches sie für den Einsatz unter extremen Bedingungen qualifiziert. Sie sind extrem hart und abriebfest, haben eine hohe chemische und thermische Beständigkeit, und besitzen zudem eine hohe Steifigkeit und Festigkeit bei zugleich niedriger Dichte. Auf Grund der hohen Härte bietet die Additive Fertigung gerade für die Herstellung technischer Keramik große Vorteile: Durch den weitgehenden Verzicht auf subtraktive Prozessschritte schont sie wertvolle Ressourcen, spart Zeit und Energie und ermöglicht die endkonturnahe und wirtschaftliche Fertigung von kleinen und mittleren Stückzahlen mit komplexen Geometrien, wie sie vor allem in der technischen Keramik gefragt sind. Voraussetzung für das Erreichen exzellenter Eigenschaften ist ein hoher Verdichtungsgrad der Bauteile. Dieser ist bei den meisten Werkstoffen nur durch die Verwendung von feinen Pulvermaterialien möglich, welche in keramischen Schlickern dispergiert sind. Ferner ist die thermische Prozessierung im Sinterofen und die richtige Rohstoffzusammensetzung essenziell. Das Fraunhofer-Zentrum HTL entwickelt Prozessketten für die wirtschaftliche schlickerbasierte Additive Fertigung von technischer Keramik für eine Vielzahl von anspruchsvollsten Anwendungen.

Aufgaben:
 

  • Entwicklung von keramischen Schlickermaterialien auf Basis definierter Pulvermischungen
  • Analyse und Optimierung der Schlicker hinsichtlich ihrer rheologischen Eigenschaften
  • Erarbeitung von Prozessparametern für einen stabilen 3D-Druckprozess
  • Additive Fertigung und thermische Behandlung von Grünbauteilen
  • Material- und Bauteilanalyse an thermisch behandelten Bauteilen


Das Thema umfasst die komplette Prozesskette von der Suspensionsherstellung über die Druckprozessentwicklung, die thermische Behandlung der Bauteile bis zur Charakterisierung von Werkstoff und Bauteilen. In Abstimmung mit dem/der Studierenden können auch Schwerpunkte gesetzt werden. Der / Die Studierende erhält eine Einweisung in die Labortätigkeiten sowie die Charakterisierungsmethoden und soll diese dann selbstständig anwenden.

Was Sie mitbringen

  • laufendes Studium im Bereich Chemie, Physik, Werkstoffwissenschaften, Werkstofftechnik oder vergleichbar
  • präzise Arbeitsweise
  • selbstständiges Arbeiten
  • Teamfähigkeit

Was Sie erwarten können

Wir bieten Ihnen eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem interdisziplinären Team und eine hervorragende Betreuung. Sie haben vielfältige, spannende und motivierte Aufgabenstellungen und sind Teil eines flexiblen, innovativen und kreativen Umfelds.
Die Vergütung richtet sich nach der Gesamtbetriebsvereinbarung zur Beschäftigung der Hilfskräfte.
Die Stelle ist befristet.
Wir weisen darauf hin, dass die gewählte Berufsbezeichnung auch das dritte Geschlecht miteinbezieht.
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt Wert auf eine geschlechtsunabhängige berufliche Gleichstellung.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung. Bitte senden Sie uns Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen vorzugsweise online über den unten stehenden Link. Bei konkreten Fragen zur Stelle können Sie sich auch direkt an folgenden Ansprechpartner wenden:


Kennziffer: ISC-2020-10 Bewerbungsfrist: 30.06.2020
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